Die Welt wird immer lauter

 

Schutz vor Lärm hilft Hörverlust vorzubeugen

Kontinuierliche Lärmbelastung beeinträchtigt das Hörvermögen und führt vermehrt zu Stress und Aggressionen. Das hat "Hear the World", die Aufklärungsinitiative des Hörgeräte-Herstellers Phonak, im Rahmen einer Studie nachgewiesen. Im Rahmen der internationalen Studie wurden in Deutschland, England, Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA insgesamt 4.405 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren befragt. Immerhin 31 Prozent der Deutschen gaben an, schon einmal in einer „Lärmfalle“ gesteckt zu haben.

 

Häufigste Ursache: Lärm

Mehr als 800 Millionen Menschen weltweit sind nach Angaben der Initiative inzwischen von einer Hörminderung betroffen. Lärm zähle als eine der häufigsten Ursachen für Hörverlust und werde dennoch häufig unterschätzt. „Da sich die negativen Konsequenzen von Lärm auf das Gehör nur langsam bemerkbar machen, verkennen die meisten Menschen Lärm als Gefahrenquelle für die Ohren. Obwohl wir in unserer modernen Gesellschaft einer ständigen Beschallung ausgesetzt sind, achten nur wenige Menschen darauf, sich vor einem schleichenden Hörverlust zu schützen. Ein ausreichendes Hörvermögen ist eine Grundvoraussetzung für soziale Integration und im Beruf in unserer Kommunikationsgesellschaft“, erklärt Prof. Patrick Zorowka, Leiter der Klinischen Abteilung für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen an der Universität Innsbruck.

Hörverlust verhindern

Die Welt wird immer lauter und das Thema Hörverlust betrifft zunehmend sämtliche Altersgruppen. Tatsächlich seien 65 Prozent aller Betroffenen jünger als 65 Jahre und immerhin sechs Millionen Menschen mit Hörverlust fallen nach Angaben von Hear the World in die Altersklasse von 18 bis 44 Jahre. „Die Ergebnisse der Hear the World Studie unterstreichen vor allem eines: In unserer heutigen lärmintensiven Umgebung sollte jeder aktiv etwas für den Schutz seines Gehörs tun und es regelmäßig testen lassen“, so Valentin Chapero, CEO von Phonak. „Der erste Schritt ist ein jährlicher Hörcheck und ein Gespräch beim Hörgeräteakustiker, um sich die individuelle Lärmbelastung bewusst zu machen und sich über Möglichkeiten zu informieren, sich gegen übermäßigen Lärm im eigenen Umfeld zu schützen.“ „Menschen mit erhöhtem Risiko für eine Hörschädigung sollten sich bei einem HNO-Facharzt vorstellen, um gegebenenfalls weiterführende Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen rechtzeitig zu veranlassen“, ergänzt Prof. Zorowka.