Unterschiedliche Arten von Hörverlust und Schwerhörigkeit

Schallempfindungsschwerhörigkeit (Innenohr-Schwerhörigkeit)

Schallempfindungsschwerhörigkeit (Innenohr-Schwerhörigkeit)

Bei dieser Form des Hörverlusts sind das Innenohr und die Nervenbahnen in Mitleidenschaft gezogen. Der Schall wird zwar vom Außen- und Mittelohr nach innen weitergeleitet, hier jedoch ist die Übertragung lückenhaft. Der sensorineurale Hörverlust tritt in der Regel auf, wenn die Haarsinneszellen oder die feinen Nerven beschädigt sind, die in der Cochlea enden. Der Schall wird dann nicht mehr mit ausreichender Intensität und Qualität wahrgenommen. In der Regel kann diese Form der Hörminderung durch ein Hörsystem ausgeglichen werden, das den Schall verstärkt und auch leise Geräusche wieder wahrnehmbar macht.

Sensorineuraler Hörverlust

Diese Art des Hörverlusts tritt am häufigsten auf und kommt durch eine Beeinträchtigung des Innenohrs oder des Hörnervs zustande. In der Regel liegt eine Funktionsstörung der Cochlea vor, bei der die Haarsinneszellen des Innenohrs beschädigt sind und die neuro-elektrischen Impulse nicht an das Gehirn weiterleiten können. Der sensorineurale Hörverlust kann angeboren sein, aber auch erworben werden.

Zu den häufigsten Gründen für angeborenen sensorineuralen Hörverlust zählen:

  • Erbfaktoren
  • virale Infektionen
  • Frühgeburt
  • Geburtstraumata wie Hypoxie (Sauerstoffmangel)


Tritt der sensorineurale Hörverlust nach der Geburt auf, kann dies eine Vielzahl von Gründen haben, z.B.:

  • Reaktionen auf ototoxische Medikamente (also solche, die sich negativ auf den Hörapparat auswirken)
  • Kopfverletzungen
  • Beeinträchtigungen durch konstant starken Lärm
  • Alterung
  • Ohrinfektionen
  • Meningitis
  • Enzephalitis
  • andere Krankheiten

Schwerhörigkeit im Überblick

Man unterscheidet Schweregrade, um genau zu kategorisieren, wie schwerhörig eine betroffene Person ist.

SchweregradHörschwelle (in Dezibel dB)Fähigkeit, Gespräche zu verstehen
nicht vorhanden0 - 25 dBkeine Verständnisprobleme
leicht26 - 40 dB  Schwierigkeiten beim Verstehen von Unterhaltungen im Flüsterton, insbesondere bei lauter oder hallender Umgebung. Jedoch keine Probleme in leiser Umgebung.
mittel41 - 55 dB Schwierigkeiten, Gesprächen vor Hintergrundlärm zu folgen. Radio und Fernseher müssen lauter gestellt werden, um gut verstanden zu werden.
mittel bis stark  56 - 70 dBDas Sprachverstehen ist nachhaltig beeinträchtigt. Besonders bei Unterhaltungen mit mehreren Personen muss lauter gesprochen werden, damit keine Verständnisprobleme auftreten.
stark 71 - 90 dBNormale Gespräche können nicht mehr verstanden werden. Sogar laute Unterhaltungen bereiten Verständnisprobleme, die in der Regel nur durch eine Verstärkung der Lautstärke (durch lautes Rufen oder Hörsysteme) überwunden werden können.
hochgradigab 91 dBSelbst verstärkte Sprache ist schwer zu verstehen oder bleibt unverständlich.



Die Basisinformationen zum Thema Hörverlust auf dieser Seite wurden realisiert mit Material der Sivantos GmbH und MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH .